Adolf Kraßnigg - Tibet Terrier wohin?
Das E - Book - rezensiert und kommentiert aus meiner Sicht, Teil 2,
basierend auf eigenen Erfahrungen als Tibet Terrier Züchter.

Meine Sicht auf den Inhalt des E - Books

Ich spreche jetzt mal nicht als TT - ZÜCHTER,
sondern sehe es aus Sicht des TT - BESITZERS.
Hier stehen mehr als 30 Jahre zu Buche
mit allen Irrungen in dieser Zeit, vielen Erfahrungen
und jede Menge erworbenem TT - WISSEN als Tibet Terrier Züchter
im Laufe der vergangenen 25 Jahre.

(Wie bei mir Alles begann? Darüber habe ich ausführlich auf meiner Homepage
"www.tschake-tangpo-tibetterrier.de" geschrieben.)

A. K. schließt in seinen Vorwort mit dem Thema Tibet Terrier ab,
weil man den TT nicht nochmal neu erfinden kann.
Es gibt aber noch unendlich viel zum THEMA TIBET TERRIER zu sagen.

Wer dazu eine Meinung hat, diese öffentlich macht
wird stets von SEINEN eigenen Hunden
und SEINEN eigenen Erfahrungen berichten.

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Deshalb beginne ich mit meinen Erfahrungen zur ERNÄHRUNG,
möchte später, da ja "BARF" eine der umstrittensten
Art und Weise der Fütterung darstellt,
mit meiner Meinung zu den kostenlosen Zugaben im Buch
"BARF und PONNYSCHNEIDEN",
nicht hinter dem Berg halten.

Die ERNÄHRUNG des Tibet Terriers

A. K. ab Seite 136: DER HUND IST KEIN WOLF

... "positive Mutationen" beim Hund?
Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass der Hund Stärke
den Hauptnährstoff in Getreide, wie Reis oder Weizen
um ein Fünffaches besser verdauen kann als der Wolf.
Dafür sind Genmutationen verantwortlich.
So wurden beim Hund 30 Kopien des Gens für Amylase entdeckt,
dem Protein, das die Aufspaltung von pflanzlicher Stärke im Verdauungstrakt beginnt.
Der Wolf verfügt nur über zwei dieser Gene.
Eine bestimmte Variante des Gens für Maltase - Glukoamylase,
ein Enzym, das für den weiteren Abbau der Stärke notwendig ist,
fanden die Wissenschaftler sogar ausschließlich im Genom der untersuchten Hunde ...

... Dies deutet darauf hin, dass die Anpassung des Fleischfressers Wolf
an eine stärkehaltige Nahrung ein entscheidender Schritt
in der frühen Domestikation der Hunde gewesen sein muss.

Die Evolution "in Gestalt der Domestizierung"
ist also nicht spurlos am Hund vorbeigegangen.

Der Hund ist kein Wolf. Alles andere wäre auch erstaunlich.
Das Hunde keine Kohlenhydrate verwerten können und darum nicht bekommen sollen,
gehört also in die Schublade der Irrtümer und Mythen ...

... Neueste Studien lassen sogar vermuten, dass Kohlenhydrate
bei einem Hund sogar eine äußert wichtige Rolle bei Stressbewältigung
sowie bei Impulskontrolle und Arbeits- und Gedächtnisleistungen spielt.
Denn Kohlenhydrate sind die am schnellsten verfügbare Energiequelle
und dementsprechend wichtig für Sprinter, Rennhunde oder Flyball - Athleten.
Insbesondere das Gehirn ist in hohem Maße von Glukose als Energieträger abhängig,
weil es keine Fette verwerten kann.
Daher auch der Ausdruck von Kohlenhydraten als Nervennahrung! ...

An dieser Stelle kann ich mir eine Bemerkung nicht verkneifen:
Da ist es kaum verwunderlich, dass Veganer oft den Eindruck hinterlassen,
dass ihr Gehirn einige Windungen zu wenig hat?
Einen Hund ebenfalls vegan ernähren - da kann man nicht mal drüber lachen.

... Selbst der Stress beim Tierarztbesuch könne deutlich gemindert werden,
wenn der Hund vorher gefüttert wird ...

... Das Verteufeln der Kohlenhydrate, das von einigen Nahrungs - Extremisten vertreten wird,
ist nicht korrekt und fügt dem Hund tatsächlich sogar Schaden zu.
Das Gehirn des Hundes benötigt eine ausreichende Versorgung mit Zuckerarten
und die stammen nun einmal aus Kohlenhydraten. Man kann sogar so weit gehen,
dass der durchschnittliche Hund heutzutage im modernen Alltag
die Kohlenhydrate noch mehr braucht als ein Hund,
der relativ ruhig und zurückgezogen auf einem Bauernhof wohnt,
wo den ganzen Tag nichts passiert ...

... Die hier zuvor genannten Genmutationen sind der Grund dafür,
dass in unserem Hundefutter oft bestimmte pflanzliche Anteile zu finden sind.
Bei der Ernährung ist der Hund also schon lange kein Wolf mehr!
Und diese Mutationen müssen in einer unglaublich kurzen Zeit,
höchsten ein paar tausend Jahre, wirksam geworden sein.

Das deutet auf einen gewaltigen Selektionsdruck
in einer vom Ackerbau geprägten menschlichen Gesellschaft hin.
Aber ohne diese Anpassung an die Ernährung der Menschen
hätte es den Haushund wohl nicht gegeben!

Dennoch sei hier festgestellt: Der Hund ist überwiegend immer noch ein Raubtier
und damit ein "Carnivore" "Omnivore", kein Pflanzenfresser! ...


Ich habe es früher meinen Welpenkäufern,
wenn die Frage nach der Fütterung gestellt wurde,
stets so einfach und verständlich erklärt:
Bereits im Tibet wurde der TT mit Sicherheit nicht nur mit Fleisch ernährt.
Als "Überbleibsel" nimmt er auch heute noch gern "Pflanzliches" zu sich!
Hauptbestandteil der Nahrung solle jedoch stets ein optimal
auf sein Alter abgestimmtes FUTTER sein!
Und das ist mit einem altersgerechten TROCKENFUTTER gewährleistet.

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Hier von mir ein Exkurs zum Thema FUTTER:

Es gibt aus verschiedenen Gründen hier keinen Hinweis auf den Hersteller
des von mir verwendeten Futters.
Er gehört aber zu denen, deren Produkte von der Stiftung Warentest
regelmäßig ein "sehr gut" erhalten hat.

(Alle Hersteller behaupten von sich, nur beste Inhaltstoffe zu verwenden,
auf Farbstoffe, Lockstoffe etc. zu verzichten.
Da bestehen meinerseits berechtigte Zweifel, da diese nicht immer deklarationspflichtig sind.
Man sollte aber in der Lage sein, die Pflichtangaben des Herstellers richtig zu deuten.)

Meine Futtertester haben 4 Pfoten.
Fester und dunkler Kot sollte das Resultat der Grundversorgung sein ! ! !

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Die von Tierärzten am häufigsten festgestellten 4 Gesundheitsprobleme sind
1. Die Gesundheit der Zähne,
wobei Zahnsteinbildung und daraus resultierende nachfolgende Erkrankungen
des gesamten Gebisses folgen.

2. Probleme mit Haut und Fell,
basieren auf Mangelerscheinung durch falsche Ernährung,
aber in erster Linie durch zu viel oder zu wenig tierische Fettanteile im Futter.

3. Verdauungsprobleme.
Hauptursache ist hier gleichfalls falsches Futter, auch falsche Art der Fütterung.

4. Schädigung seines natürliches Immunsystem
Eine der häufigsten Ursachen ist das Fehlen von:
Spurenelementen, Vitaminen, bestimmter Proteine, von essentiellen Fettsäuren, Ballaststoffen ...

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Welpenkäufer bekamen von mir ein Starterpaket mit dem gewohnten Aufzuchtfutter
für ihr neues Familienmitglied mit auf den Weg.
Mit dem Hinweis, auch ständig genug frisches Wasser bereit zu stellen!
Mein gut gemeinter Rat, ab der 15. Woche kein Welpenfutter mehr zu füttern.
Dann auf Alleinfutter für den erwachsenen Hund (Kroketten) zu wechseln.

Der wesentliche Unterschied zu Welpenfutter:
Etwas geringerer Protein und Fettgehalt, alle anderen Komponenten,
wie Spurenelemente, Kalzium - Phosphor - Verhältnis sind optimal,
wichtig für Zahnwachstum, Knochenwachstum, für Knorpel und Gelenke.

Denn ein TT - Welpe soll "langsam" wachsen.
Das Milchgebiss ist mit 15 Wochen bereits so gut ausgebildet
dass er durchaus in der Lage ist, Kroketten zu zerkauen.

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Ich halte es wie die meisten Züchter,
die mehrere Hunde zu versorgen haben.
Bei mir gibt es nur einen einzigen großen Fressnapf,
darin ist Trockenfutter in ausreichender Menge für den ganzen Tag!
Meine TT fressen entsprechend der Rangordnung zu unterschiedlichsten Zeiten.
Es gab noch nie Streit oder gar Beißereien, wenn es um's Futter ging.
Der Rangniedere wartet ab, bis der Ranghöhere gefressen hat.
Er weiss, für ihn ist auch noch genug da.
Jeder frisst nur so viel, bis er satt ist!

Die Sorge, dass fliegende Insekten angelockt werden,
die ist hier unbegründet, ich kann es somit stehen lassen.
Ein weiterer Aspekt, warum Futter tagsüber stets erreichbar ist:
Wenn der TT weiss, das er stets ans Futter kommt,
gibt es kein Hineinschlingen des Futters.
Von einem guten Trockenfutter frisst ein TT eine Handvoll.
Solange das Resultat, welches hinten wieder herauskommt,
fast schwarz und von sehr fester Beschaffenheit ist,
ist nicht nur der Hund zufrieden, ich bin es dann auch.

Noch eine Nachbemerkung zum Thema Futter:
Keiner meiner TT hatte in der Vergangenheit Probleme
mit Allergien, der Haut, mit den Haaren, mit Zahnstein, mit der Analdrüse etc.
Ich verzichte auch nicht auf "Zugaben" und Leckerchen,
das wird aber in einem späteren Kapitel zu lesen sein.

Sollte ich wieder mal einen verwöhnten Tibet Terrier zur Betreuung haben,
der darauf wartet dass ich ihm, wie er es von Haus aus gewöhnt ist,
täglich gekochte Hühner serviere.
Darauf wartet er vergeblich!

Spätestens am 2. Tag frisst er das gleiche Futter wie meine eigenen Tibi's,
denn dann hat er Hunger!

Ende Exkurs TROCKENFUTTER

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Aus Gesprächen mit A. K. ist mir bekannt:
Er füttert seinen Hunden Trockenfutter!
Warum im Buch also das Thema BARF?
Weil A. K. es Nadine Nemeth versprochen hat?
Es sind darüber in der Vergangenheit von diesen Verfechtern
(der für sie einzig "richtigen" Fütterung,)
genügend für Jedermann zugängliche Info's, zu haben.


(BARF und PONNYSCHNEIDEN wird auf der nächsen Seite fortgesetzt!)

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